J. S. Bach: Weihnachtsoratorium

Kantaten I-III

1. Advent. Sonntag, 29. November 2026, 18 Uhr.
Christuskirche Bad Godesberg, Wurzerstr. 31, 53175 Bonn

Eintritt 25€, ermäßigt 15€.

Vorverkauf: 

  • Buchhandlung Böttger, Maximilianstr. 44, 53111 Bonn-Zentrum
  • Parkbuchhandlung, Am Michaelshof 4b, 53177 Bonn-Bad Godesberg
  • Café Zotti, Mittelstr. 18, 53175 Bonn-Bad Godesberg (Plittersdorf)
  • Gemeindebüro der Thomas-Kirchengemeinde, Friesenstr. 4, 53175 Bonn-Bad Godesberg,
    Montags: 10:30 – 12:00, Mittwoch: 11:00 – 13:30, Freitag: 10:00 – 13:00
  • Sonntags ca. 12 Uhr nach den Gottesdiensten in der Christuskirche

Ausführende

  • Kammerchor Junge Stimmen Bonn (bisher: Jugendkonzertchor Bonn)
  • Kantorei der Christuskirche Bad Godesberg

Probenassistenzen: Hannah Schlage, Kantorin der Christuskirche

  • Concerto Grosso Bonn – auf Originalinstrumenten
    Konzertmeisterin: Irmgard Schaller

Solisten

  • Marina Schuchert, Sopran
  • Bettina Schaeffer, Alt
  • Robert Reichinek, Tenor
  • Daeyeong Won, Bariton

Leitung: Thomas Busch

„Der fünfte Evangelist“, J. S. Bach, der von Albert Schweitzer so genannt wurde, erzählt uns die Weihnachtsgeschichte auf besonders eindringliche und berührende Weise. Bach treibt die musikalische Sprache des Barock mit ihrer dramatisch-theatralischen Darstellung von vielfältigen Affekten auf eine nicht gekannte Höhe: Aufrüttelnd die 5 berühmten Paukenschläge zu Beginn, die bereits den Text des Choreinsatzes vorwegnehmen – „Jauchzet, frohlocket“; die oft mütterlich-zärtlichen Töne der Altpartie etwa in der Arie „Schlafe, mein Liebster, genieße der Ruh’“, in unserer Aufführung gesungen von der jungen Altistin Bettina Schaeffer, die bereits ihr Debut mit den Berliner Philharmonikern mit Bravour absolvierte; das Duett, ja musikalisch eigentlich: das Liebesduett von Sopran und Bass „Herr, dein Mitleid“, mit den wohlklingend warm timbrierten jungen Stimmen von Marina Schuchert und Daeyaon Won gesungen; die fast naive Aufgeregtheit im Chor der nach Bethlehem aufbrechenden Hirten und ihr Staunen angesichts der unerhörten Geschichte, die sich da mit der Geburt eines Kindes anbahnt, und noch viele andere Affekte. Sowohl im rezitativischen Evangelisten-Bericht, in unserem Konzert von dem ausdrucksstarken jungen Tenor Robert Reichinek gesungen. in den betrachtenden Solo-Arien und Chorälen, als auch in den großen, freudig lobpreisenden Chören nutzt Bach die musikalisch-rhetorischen Figuren, um hinter der emotional berührenden Affektdarstellung den Text zu kommentieren und zu interpretieren, Kontexte herzustellen. Was geschah zuvor, was wird dem Kind in Zukunft begegnen? Nicht selten verweist diese subkutane Schicht der Musik schon auf das Leiden Jesu und den Tod am Kreuz, die Grablegung oder die Himmelfahrt.

Die Vielschichtigkeit der Musik Bachs, ihr Affektreichtum und ihre Farbigkeit lässt sich am lebhaftesten mit den Mitteln und Instrumenten der „historisch informierten Aufführungspraxis“ (HIP) darstellen. So steht der Kantorei der Christuskirche und dem Kammerchor Junge Stimmen Bonn mit „Concerto Grosso Bonn“ ein hochkarätig besetztes Barockensemble mit Spezialisten der Aufführungspraxis zur Verfügung, Musiker*innen, die in den führenden Barockensembles Europas zu Hause und/oder Professor*innen an der Musikhochschule Köln sind.